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Eine erfolgreiche Implementierung setzt ein strukturiertes Konzept voraus
Der IBM SOA-Governance-Lebenszyklus baut die Governanceebene der IBM SOA-Basis zu einfach zu verwaltenden Komponenten aus.
Die zum Aufbau, zur Wartung und zur Erweiterung eines effektiven SOA-Governance-Frameworks erforderlichen Maßnahmen werden als Lebenszyklus dargestellt, der aus vier Phasen besteht: Planung, Definition, Aktivierung und Messung.

Planung und Aufbau der Governanceanforderungen
Während der Planung zum Aufbau eines SOA-Governance-Frameworks konzentrieren Sie sich darauf, den Gesamtumfang der Governanceanforderungen innerhalb Ihres Unternehmens zu verstehen und Bereiche zu identifizieren, in denen die Governance verbessert werden muss.
Die meisten dieser Aktivitäten betreffen Personen und deren eingehende Zusammenarbeit. Stellen Sie sich dies als den Schritt im Lebenszyklus vor, bei dem das Team das “zu behandelnde Problem” definiert.
Diese Phase umfasst folgende Maßnahmen:
- Festschreibung einer SOA-Strategie innerhalb der allgemeinen IT-Strategie
- Explizite Festlegung der Stufe der IT- und SOA-Funktionalität
- Formulierung und Feinanpassung der SOA-Strategie und der damit verbundenen Ziele
- Überprüfung vorhandener Governancefunktionen und -anordnungen
- Entwicklung eines Governanceplans
Definition und Entwurf des Governancekonzepts
Sobald die Möglichkeiten zur Verbesserung der Governance identifiziert sind, arbeiten die Geschäftsbereiche des Unternehmens und die IT-Abteilung gemeinsam daran, die bestehenden Governancemechanismen und -anordnungen zu definieren und zu modifizieren. In dieser Phase sollten beispielsweise neue Konzepte für die Erstellung von Richtlinien beschlossen werden.
Weitere wichtige Governanceentscheidungen, die in dieser Phase getroffen werden sollten:
- Einrichtung oder Feinanpassung eines SOA-Center of Excellence (COE)
- Festlegung weiterer erforderlicher Leistungsmerkmale, wie etwa Upgrades für die IT-Infrastruktur
- Festlegung von Richtlinien für die Wiederverwendung von Services in verschiedenen Geschäftsbereichen
- Einrichtung von Finanzierungsmechanismen zur Unterstützung dieser Wiederverwendung
- Aufbau von Mechanismen zur Gewährleistung der Service-Levels
Aktivierung und Einsatz des Governancemodells
In dieser Phase werden die Lösungen für die Governanceanforderungen in die Praxis umgesetzt. Zu den Aktivitäten gehören üblicherweise:
- Implementierung neuer und erweiterter Governanceanordnungen, z. B.:
- Nachverfolgung der Entscheidungsfindungsprozesse
- Aktivierung der Richtlinieninfrastruktur
- Bereitstellung der Überwachungstools
- Implementierung der Technologie zur Erkennung und Verwaltung von Ressourcen
- Schulung der Entscheidungsträger in den Geschäftsbereichen und der IT-Abteilung hinsichtlich der erwarteten Verhaltensweisen und Verfahren
- Aktivierung der Richtlinieninfrastruktur
Messung, Überwachung und Verwaltung der Governanceprozesse
Die Governanceanordnungen und -mechanismen, die in der Definitionsphase identifiziert und in der Aktivierungsphase bereitgestellt wurden, werden überwacht.
Dies bietet die Gelegenheit, die Ergebnisse zu evaluieren und diese vier Phasen bei Bedarf erneut zu durchlaufen, um die Governanceeffektivität zu optimieren.
Zu den Aktivitäten in dieser Phase gehören u. a.:
- Die Überwachung der Einhaltung von Richtlinien und Governanceanordnungen, z. B. Service-Level-Agreements (SLAs), des Grades der Wiederverwendung oder von Änderungsrichtlinien
- Analyse von Messdaten zur IT-Effektivität

