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Nutzung der Vorteile
Die folgenden Herausforderungen zeigen, wie Unternehmen dank einer effektiven SOA-Governance alle Vorteile von SOA nutzen können.
- Einrichtung von Entscheidungsbefugnissen für Ihre SOA-Umgebung
- Definition von Geschäftsservices mit hohem Wert
- Verwaltung des Lebenszyklus von Serviceressourcen
- Messung der Effektivität
Einrichtung von Entscheidungsbefugnissen für Ihre SOA-Umgebung
Betrachten wir ein großes Versicherungsunternehmen mit mehreren Geschäftszweigen, etwa Hausrat-, Lebens- und Kfz-Versicherung, die alle getrennt mit Kunden zu tun haben. Die Firma möchte einen einheitlichen Kundenserviceprozess implementieren — eine zentrale Anlaufstelle, an die sich Kunden mit allen Bedürfnissen bezüglich Hausrat-, Lebens-, Kfz- und anderen Versicherungen wenden können.
Eine effektive SOA-Governance hilft bei der Beantwortung folgender Fragen:
- Wer entscheidet, welcher der vorhandenen Geschäftszweige über die besten Kundendaten verfügt, die im Rahmen des neuen, gemeinsamen Prozesses von allen Geschäftszweigen verwendet werden sollen?
- Wer ist Eigner des/der gemeinsam genutzten Service(s)? Wer sorgt für die Finanzierung? Wer ist für Upgrades verantwortlich?
- Wie kann jeder Geschäftszweig motiviert werden, den gemeinsamen Service zu übernehmen (statt seine eigene Version zu verwenden, da er spezielle Bedürfnisse zu haben glaubt)?
- Wer entscheidet, wer den Service wie oft benutzen kann?
Definition geeigneter Services
Betrachten wir nun eine große Bank, die ihre Geschäftstätigkeit auf neue Regionen mit unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen ausdehnt. Eine SOA ermöglicht die Bündelung bzw. Trennung gemeinsam genutzter und wiederverwendbarer Geschäftsservices, je nach den in den verschiedenen Regionen geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
Eine effektive SOA-Governance hilft bei der Beantwortung folgender Fragen:
- Welche gemeinsamen Geschäftsservices werden benötigt?
- Welche potenziellen Anwendungen (Servicenutzer) werden diese(n) Service(s) wiederverwenden?
- Welche Richtlinien gelten allgemein, welche sind spezifisch? Können die Unterschiede isoliert werden, um maximale Konsistenz zu erreichen?
- Welche Services sind bereits vorhanden und eignen sich für die Wiederverwendung?
Verwaltung des Lebenszyklus von Serviceressourcen
Unser Beispiel ist ein großes Einzelhandelsunternehmen, das sich bei seinen Online- und Katalog-Vertriebskanälen wachsender Konkurrenz gegenübersieht. Zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit soll eine neue Richtlinie für die Rechnungsstellung innerhalb der vorhandenen SOA-Umgebung eingeführt werden. Das Entwicklungsteam hat jedoch Probleme, die von dem neuen Rechnungsstellungsverfahren betroffenen Anwendungen und Services zu identifizieren. Den Endtermin vor Augen, werden Änderungen an bekannten Bereichen vorgenommen und in Betrieb genommen. Leider verwendete ein anderer Geschäftszweig die vorherige Version, was Ausfallzeiten, Kundenbeschwerden und Umsatzeinbußen zur Folge hatte.
Obwohl das Unternehmen über eine SOA-Umgebung verfügte, gab es keine etablierte Methode, Änderungen zu verwalten sowie festzulegen, wer die gemeinsam genutzten Services verwendete.
Eine effektive SOA-Governance hilft bei der Beantwortung folgender Fragen:
- Wie können die gemeinsam genutzten Services/Ressourcen so genutzt werden, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt effektiv wiederverwendet werden können?
- Wer ist berechtigt, einen Service zu ändern, der von anderen wiederverwendet wird?
- Wer verwendet einen Service, und welche Auswirkungen hat eine Änderung des Service?
- Wer muss Änderungen genehmigen?
- Wer ist für die Finanzierung von Upgrades zur Erfüllung bestimmter Benutzeranforderungen verantwortlich?
SOA-Governance-Anforderungen:
- Beendigung und Verhinderung unnötiger Verbreitung von Services
- Bedarf an Änderungsmanagement für gemeinsam genutzte Services
Für diese Anforderungen muss das Unternehmen über die folgenden Funktionsmerkmale verfügen:
- Governanceprozess für SOA
- Änderungsmanagement
- Richtlinien für Veröffentlichung, Verwendung und Außerbetriebnahme von Services
- Infrastruktur für die Organisation und die Erkennung von Serviceressourcen und die Regelung des Zugriffs
Messung der Effektivität
Betrachten wir als weiteres Beispiel ein großes Unternehmen der Telekommunikationsbranche, das zur Steigerung der Produktivität seiner Mitarbeiter und zur Senkung seiner Kosten eine SOA-Strategie eingeführt hat. Das Entwicklungsteam der Abteilung für Geschäftskunden stellte die vorhandene Funktionalität in Form von Services zur Verfügung.
Schwierigkeiten traten dann auf, als die Abteilung für Privatkunden ein stark nachgefragtes neues Angebot einführte, das einen der Services der Abteilung Geschäftskunden nutzte. Die starke Inanspruchnahme verlangsamte die Reaktionszeiten für alle Anwendungen, die diesen Service nutzten. Darüber hinaus stiegen die Kosten der Abteilung Geschäftskunden.
Leider war kein Service-Level-Agreement (SLA) implementiert, das einen Plan zur Bewältigung der gesteigerten Auslastung generiert hätte. Darüber hinaus wurden nie geeignete Überwachungstools eingesetzt, weshalb die Abteilung Geschäftskunden nicht in der Lage war, die Verwendung des Service einer anderen Abteilung in Rechnung zu stellen.
SOA-Governance-Anforderungen:
- Messung der Verwendung von Services und der damit verbundenen Kosten
- Messung der Projektkosten
- Messung der Wettbewerbsvorteile
- Zugriff auf und Transparenz von Informationen
- Entscheidungsbefugnisse und Governanceprozess
Für diese Anforderungen muss das Unternehmen über die folgenden Funktionsmerkmale verfügen:
- Governanceprozess für SOA
- Transparenz von Verwendungs- und Projektinformationen
- Business- und IT-Dashboards

