Lass die Experten ran: Datenverarbeitung in Reinform

IBM Experte Boris Bialek zu Datenbanktechnologie und neuen Computing-Modellen
Immer mehr Daten, wachsende Komplexität – gefragt sind Computing-Modelle, mit denen Unternehmen die Komplexität beherrschen und die Datenverarbeitung beschleunigen. Ein „Irgendwie-wird-es-schongehen- System“ löst die Anforderungen nicht, sagt Boris Bialek, Director of Technology Ecosystem, IBM Information Management. Und wie geht es dann? Der Insider hat nachgefragt.

Insider: Herr Bialek, welche Kundenanforderungen treiben momentan die Datenbanktechnologie?

Boris Bialek: Bei der Einführung neuer Business-Lösungen wächst der Zeitverzug durch Design und Konfiguration der zugrunde liegenden Systeme. Studien belegen, dass über 50 % der Projektzeit in Planung und Aufstellen fließen. Weitere 45 % der Probleme entstehen bei der Integration von Hardware und Software. Risiken und Zeitverzug reduzieren ist – ebenso wie das Buzzwort „Appliance“ – in aller Munde. Die eigentliche Forderung sind integrierte Systeme, die sofort einsetzbar sind.

Insider: Welche Lösungen bietet IBM dazu an?

Boris Bialek: IBM hat ein weltweites Expertenteam gebildet, das Erfahrungen aus Kundenprojekten auswertet und „Expert Integrated Systems“ entwickelt. Der Produktname lautet übrigens PureSystems. Die Lösungen sind maßgeschneidert für spezielle Einsatzbereiche und liefern Kunden die Plattform für ihre Geschäftsanforderungen – ohne langes Experimentieren. Entscheidend dabei sind die integrierten „Patterns of Expertise“ sowie die tiefe Integration von Hardware und Software. Denn die mehrfach verwendbaren Software-Pakete automatisieren Konfiguration, Bereitstellung und laufende Aktualisierungen.

Möchte beispielsweise eine Bank eine neue Datenbank für die Kontoverwaltung einführen, vereinfacht sich die gesamte Einführung drastisch. Statt monatelang zu planen, wie eine Hochverfügbarkeitslösung aufgebaut und getestet werden kann, liefert IBM diese schlüsselfertig aus. Von der Anlieferung bis zur ersten Datenbank dauert es weniger als sechs Stunden: Stromkabel rein, Netzwerkadresse eingestellt und los.

Insider: Inwieweit verändert sich die Art und Weise, wie Unternehmen Daten nutzen?

Boris Bialek: Mit einem Expert Integrated System wie IBM PureData automatisieren Unternehmen Tätigkeiten ohne Wertschöpfung. Konfiguration und Planung der Systeme entfallen größtenteils und Mitarbeiter können sich auf ihre Kernkompetenzen fokussieren – nämlich Einführung und Betrieb einer Lösung, die das Unternehmen wirklich weiterbringt. Interessanterweise sehe ich auch bei den betroffenen Mitarbeitern glückliche Gesichter. Ein DBA sagte mir, dass er nun nicht mehr jedes Megabyte Storage einzeln vom Storage- Admin erkämpfen müsse.

Insider: Können Sie mögliche Einsatzszenarien beschreiben?

Boris Bialek: Für Deutschland fallen mir vor allem SAP-Landschaften ein, die oft aus Dutzenden von Datenbanken bestehen. Ich habe noch nie einen Kunden gesehen, der weniger als zehn hatte. Mit dem PureData System für Transaktionen lassen sich alle Datenbanken in einer Umgebung integriert betreiben, ohne dass die Konfiguration Kopfzerbrechen bereitet. Festplattenplanung, SSD vs. HDD – all das gehört der Vergangenheit an. Mit einem zweiten System lässt sich zudem die Datenreplizierung gleich mit abdecken und die Landschaft auf zwei Rechenzentren aufteilen. Wer heute ein SAP Sizing macht, bekommt in zwei Wochen die maßgeschneiderte Maschine geliefert und kann einen Tag später seine SAPDaten in eine perfekt konfigurierte DB2 Umgebung laden. Man kann sich vorstellen, wie komplex die Planung dafür bisher abgelaufen wäre.

Insider: Wie ergänzen sich die unterschiedlichen produkte der pureSystems Familie?

Boris Bialek: Die PureSystems Familie ist nach Kundenbedürfnissen strukturiert. Das reicht vom Infrastruktur-as-a-Service- Angebot bis zur Applikationsplattform für den Betrieb jeglicher Anwendungsserver. Für Datenumgebungen gibt es PureData Systeme, etwa als OLTP-Lösung oder als Data Warehouse – hier ist übrigens die Netezza Technologie eingeflossen. Und für hochfrequente, zeitkritische Data- Warehouse-Anwendungen, etwa um Kreditkartenbetrug zu erkennen, bietet sich PureData für Online Analytics an. Die integrierten Patterns vereinfachen die Umsetzung unterschiedlicher Szenarien, von Transaktionen bis hin zu Echtzeitanalysen. Unsere Kunden erhalten also nicht ein „Irgenwiewird- es-schon-gehen“-System, das alles in einem lösen soll.

Insider: IBM hat weitere Innovationen angekündigt. Was dürfen Kunden erwarten?

Boris Bialek: Kunden interessieren sich für auf Hadoop basierende Lösungen. IBM hat mit der BigInsights Software die Big- Data-Anwendungen schon vereinfacht. Ein Expert Integrated System zur schnellen Umsetzung von Hadoop-Szenarien ist sicherlich denkbar. Darüber hinaus sammeln wir stetig das Feedback der PureSystems Kunden – interessiert sind viele Anwender demnach an den In-Memory-Funktionalitäten, die mit den nächsten Versionen der DB2 kommen. Auch diese werden künftig in die PureSystems Familie einfließen.

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