BIG DATA. BIG STORIES


Insider Logo Ausgabe 03/2015
Digitalisierung und Big Data in der Produktion.

Digitalisierung und Big Data in der Produktion.


Innovative und zukunftssichere Automatisierungslösungen in der Prozess- und Fertigungsindustrie – dafür steht der IBM Partner Process Automation Solutions GmbH. Das Tochterunternehmen des kanadischen Automations-Spezialisten ATS firmierte zuvor unter dem Namen M+W Process Automation GmbH und verfügt über fast 30 Jahre Projekterfahrung. Wie schafft man Komplettlösungen für einen sicheren und reibungslosen Produktionsablauf? Welche Rolle spielt die Digitalisierung? Wie hilft Big Data? Der Insider hat den Experten Rüdiger Trobisch gefragt.



Insider:

Rüdiger Trobisch:
Sie haben profunde Erfahrungen bei der Produktionsautomatisierung – welche Themen stehen in diesem Bereich aktuell auf der Agenda?
Viele Systeme in der Industrie sind überaltert, so dass eine Migration auf aktuelle System-Lösungen notwendig ist. Dabei ist es wichtig, die heutige Wettbewerbssituation von Produzenten zu beachten, etwa globale Märkte, eine flexible Ausrichtung der Produktion und Just-in-time Anforderungen. Denn Geschäftskunden werden immer anspruchsvoller: Sie wollen Produkte heute weltweit in der Stückzahl und zu dem Zeitpunkt geliefert bekommen, zu dem sie tatsächlich benötigt werden. Unternehmen, die diesen Service bieten können, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Rüdiger Trobisch
„Die Digitalisierung der Industrie kommt gerade erst richtig in Fahrt. Wir befinden uns am Anfang eines langen Weges.“,
sagt Rüdiger Trobisch, Process Automation Solutions GmbH.

Insider:
Rüdiger Trobisch:

Bild vergrößern
Wie verändert die Digitalisierung die Produktion?
Die Digitalisierung in der Produktion schreitet stetig voran, gleichzeitig sinkt der Anteil manueller Produktionsschritte. Selbst die verbliebenen manuellen Produktionsschritte werden zunehmend durch intelligente Technologie unterstützt. So wird alles messbar und Unternehmen können digitalisierte Prozesse – im Gegensatz zu manuellen Tätigkeiten – leicht nachverfolgen. Sie sehen also: Was läuft gut? Wo haben wir noch Optimierungspotenzial? Dieses Wissen führt nicht nur zu verkürzten Abarbeitungszeiten, auch die Qualität steigt. Denn einerseits können Unternehmen Prozesse natürlich im Nachhinein bewerten und verbessern, andererseits ist aber auch eine ständige Kontrolle der aktuell laufenden Produktion leicht möglich. Weichen etwa qualitätsrelevante Produktionsparameter von ihren Sollwerten ab, können Mitarbeiter sofort eingreifen. Die Digitalisierung bietet allerdings nicht nur einzelnen Unternehmen die Möglichkeit, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen kann verbessert werden. Beispielsweise können Geschäftspartner Supply-Chain- Prozesse messen, bewerten, besser aufeinander abstimmen und so beschleunigen.

Insider:

Rüdiger Trobisch:
Was sind die Voraussetzungen für eine digitalisierte und automatisierte Produktion?
Damit eine digitalisierte und automatisierte Produktion funktioniert, ist eine vertikale Integration über alle Automatisierungsebenen notwendig. Das heißt: ERP-Systeme, Manufacturing Execution Systeme (MES), Produktionsleitsysteme und Automatisierungsgeräte im Produktionsumfeld – einfach alles wird miteinander verbunden. Die Rechnung ist einfach: Je tiefer die Integration, desto höher der Grad der Automatisierung. Bei einer Vielzahl von Kunden im Bereich Chemie, Pharma und Automobil-Zulieferer haben wir eine digitalisierte und automatisierte Produktion bereits erfolgreich realisiert.


Schließen Weiterlesen

Weitere Artikel


Industrie 4.0: angekommen, in der Realität.


„d!conomy“, eine Kunstschöpfung aus „digital“ und „economy“, war das diesjährige Motto der CeBIT. „Integrated Industry: Join the network“ hieß es wenige Wochen später auf der Hannover Messe. Was die beiden Schwerpunkte voneinander unterscheidet? Wenig bis nichts. Hier wie dort ging es um die digitale Transformation, die sich durch Industrie und Wirtschaft zieht. Auf beiden Veranstaltungen konnten Besucher in Ansätzen die intelligente Fabrik der Zukunft sehen, in der die Vision „Industrie 4.0“ Wirklichkeit wird. Doch was ist „Industrie 4.0“ überhaupt? Wer setzt die digitale Transformation wie um? Zum Artikel

Menschlichen Intellekt mit der Rechenkraft moderner Computer verbinden?

Laut der IDC kosten aufwändige oder gar erfolglose Recherchen Unternehmen rund 24.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr. Mitarbeiter finden Informationen nicht oder speichern sie mehrfach ab. Damit sollte Schluss sein, fand Konrad Gulla. Mit der intelligenten Rechercheplattform Unity hat sein Unternehmen ein Werkzeug entwickelt, das Internetsuchen unternehmensweit zentralisiert, übersichtlich aufbereitet und allen Kollegen gemeinsam bereitstellt. Zum Interview.

Jeder Aufgabe gewachsen – zwanzig neue branchenspezifische Analytics-Lösungen.

Die neuen vorgefertigten Lösungen sollen den Informationsbedarf in Branchen wie Finanzen, Handel und Telekommunikation bedienen. Sie enthalten nicht nur Technologie, branchenspezifische Analysemuster und Nutzerschnitzstellen zu Fachanwendern, sondern basieren auch auf der Erfahrung aus 50.000 Kundenkontakten. Denn wo liegt der wahre Wert einer Erkenntnis? – In ihrem Gebrauch! Zum Artikel.

Schlauer als der Markt? – Big Data, Kapitalmärkte und der CFO.


Flash-Crash, Algotrader, systemische Finanzrisiken – diese Begriffe gehören zum Alltag von Dr. Monika Gehde-Trapp. Die Wirtschaftsmathematikern, BWL-Professorin an der Universität zu Köln und Forscherin am Centre for Financial Research (CFR) geht in ihrer wissenschaftlichen Arbeit Finanzmärkten, deren Wirkkräften und den Auswirkungen für Marktteilnehmer auf den Grund. Wie entsteht Liquidität und was bedeutet diese für Unternehmen? Wie bereichern Big Data die Finanzmarkt-Forschung? Auf was sollten sich CFOs einstellen? Zum Interview.

Wo bin ich? Roomaps zeigt wo’s langgeht.

Datengetriebene und analytische Wertschöpfungsprozesse bei der
NZZ.


1780 – das ist das Gründungsdatum der Neuen Zürcher Zeitung, der ältesten Tageszeitung der Schweiz. So traditionsreich die NZZ ist, so modern ist sie bei Marktforschung und Datenanalyse organisiert. Ein eigenes Team unter der Leitung von Markus Barmettler fungiert als Competence- Center für sämtliche datengetriebenen und analytischen Wertschöpfungsprozesse. Erfahren Sie, wie die NZZ und ihre Leser von Big sowie Small Data profitieren. Zum Interview.

Big Data: Geschwindigkeit bringt Wettbewerbsvorteil.

Big Data: Geschwindigkeit bringt Wettbewerbsvorteil.


Die bereits sechste jährliche Analytics-Studie des IBM Institute for Business Value zeigt, welche transformativen Veränderungen Organisationen nicht verpassen dürfen und was Zuschauer, Mitläufer und Jogger von Spitzenreitern lernen können. Zum Artikel.

Bluemix erleichtert Diabetikern den Alltag.

Bluemix erleichtert Diabetikern den Alltag.

Für Diabetiker sind die Messung und Dokumentation ihrer Blutzuckerwerte ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Das Startup DIABETIZER hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Betroffenen das Leben durch seine gleichnamige Webplattform zu erleichtern. Nun hat das Unternehmen, mithilfe der Cloud-Plattform Bluemix, eine mobile App entwickelt, die Diabetikern noch mehr Hilfe verspricht. Zum Artikel.

Wo bin ich? Roomaps zeigt wo’s langgeht.

Wo bin ich? Roomaps zeigt wo’s langgeht.

Ob Flughäfen, Einkaufszentren, Messehallen oder Kreuzfahrtschiffe – mit Roomaps finden Besucher per Smartphone oder Web-Browser jeden Weg, selbst im Dunkeln. Das Innovative Indoor Navigationssystem für Smartphones & Tablets des jungen Startup-Unternehmens ermöglicht die zielsichere Navigation innerhalb von geschlossenen Räumen. Zum Interview.

Neue Daten-Helden braucht das Land: die Chief Data Officer.

Neue Daten-Helden braucht das Land: die Chief Data Officer.

Die Datenflut steigt: Denn umso digitaler unser Leben wird, desto mehr Daten produzieren wir. Doch wie lassen sich diese neuen Mengen an Daten optimal nutzen? Immer mehr Unternehmen antworten auf diese Frage mit einem Chief Data Officer. Aber was genau sind die Aufgaben dieses neuen C-Level Executives? Zum Artikel.

Fünf Fragen an Doris Graf.

Fünf Fragen an Doris Graf.


Die Künstlerin Doris Graf sammelt digitale Spuren und verwertet sie künstlerisch in digitalen Porträts oder so genannten „Pikträts“. Für diese trägt sie Daten zu den Eigenschaften eines Menschen zusammen, so dass ein individuelles Abbild der jeweiligen Person entsteht. Der Insider hat die Daten-Künstlerin gefragt. Zum Interview.

IBM Insight 2014: weltweit größte Big Data Konferenz

IBM Insight 2014: weltweit größte Big Data Konferenz

Watson und Twitter, Analytics in der Cloud, IBM dashDB, waren nur einige der Highlights auf der letzten Insight in Las Vegas. 13. 000 Kunden, Geschäftspartner und Experten trafen sich, um neue Einsichten in Business Analytics, Information Management und ECM zu gewinnen und über neue Entwicklungen zu diskutieren. Zum Artikel.

Mit Mikropipetten im Kampf gegen Krebs.

Mit Mikropipetten im Kampf gegen Krebs.

Eine Krebsdiagnose ist heute längst nicht mehr gleichbedeutend mit einem Todesurteil: Je früher und genauer die Erkrankung erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. Lesen Sie hier mehr über die Entwicklung eines vielversprechenden Instruments für die Krebsdiagnose. Zum Artikel.

Weitere Artikel

Nichts zu holen: Datenschutz
bei IBM.


Das Thema Datensicherheit ist seit den Enthüllungen von Edward Snowden in aller Munde. Robert C. Weber, IBM Senior Vice President, Legal and Regulatory Affairs, and General Counsel erklärt in einem offenen Brief an IBM Kunden: Kundendaten sind bei IBM in sicheren Händen.
Lesen Sie die Stellungnahme.

Watson, übernehmen Sie!


Immer wieder führen fehlende Informationen bei Ärzten zu schwerwiegenden Behandlungs- und Medikationsfehlern. Erfahren Sie hier, wie IBM Watson Explorer Ärzte bei einer optimalen Entscheidungsfindung unterstützen kann und dabei helfen kann, Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen. Zum Artikel.

Fünf Fragen an Nicolai Friedrich.


Nicolai Friedrich gehört zu den kreativsten magischen Köpfen. Sein Buch „Ich weiß, was in dir steckt: Mit mentalen Tricks Unmögliches erreichen“ schaffte es auf die Spiegel Bestseller Liste. Der Insider wollte mehr wissen und hat Nicolai Friedrich zu seiner Sicht auf Information interviewt. Zum Interview.

Apps aus der Wolke und
Bluemix für alle.


Darauf haben Entwickler gewartet: Große Teile des IBM Middleware Portfolios sind nun über die Softlayer Cloud als Platform-as-a-Service verfügbar. Die neue Plattform erleichtert es sowohl Start-ups als auch großen Unternehmen, Cloud-basierte Funktionen und Dienste von IBM und Partner-Technologien zu einheitlichen Services zusammenzuführen. Zum Artikel.

Performance Management kann so harmonisch sein.

Das Zusammenspiel verschiedener Fachabteilungen harmonisieren? Wenn es nach IBM geht, ist das im Bereich Finanzen gar nicht schwer: Michael Kurc, IBM Experte für Performance Management erläutert im Interview, IBM Concert Qualität und Geschwindigkeit von Analyse und Entscheidungsfindung drastisch erhöhen und Arbeitsweisen erleichtern kann. Zum Interview.

Die digitale Neuerfindung der Welt.


Nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automatisierung stehen wir an der Schwelle einer neuen industriellen Revolution: Industrie 4.0. Sind Sie bereit für diesen epochalen Wandel in Industrie und Fertigungsprozessen? Zum Artikel.

Autonomes Fahren: IBM arbeitet an Lösungen für vernetzte Fahrzeuge.


Was wäre, wenn ein Auto nicht nur selbst einen Parkplatz fände, sondern auch vor Staus warnen, Unfälle vermeiden, auf Sprache reagieren, sich selbst warten und sogar den Benzinverbrauch senken könnte? Hier erfahren Sie mehr über das Auto 5.0! Zum Artikel.

Wo früher Bauchentscheidungen geholfen haben, kommt man
heute …


Industrie 4.0 kommt. Doch wie sieht die Umsetzung aus? Der Insider hat zwei Spezialisten aus der Praxis gefragt: Wolfgang Hafenscher, CMO und Mitgründer des Startups Linemetrics sowie den Unternehmensberater Walter Helmberger. Zum Interview.

Predictive Analytics: Angekommen im Mainstream.


„Ist Predictive Analytics in der Fertigung deutscher Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern eher Mainstream oder Nischenthema?“ Was Produktionsverantwortliche von Predictive Analytics tatsächlich halten, können Sie jetzt hier nachlesen. Zum Artikel.

Neue Fähigkeiten, Big
Data-Governance und Zwiebeln
schälen.


Industrie 4.0 ist eigentlich Web 3.0 ist eigentlich Internet 2.0, oder doch nicht? Professor Boris Otto von der TU Dortmund kennt und erforscht das Feld. Der Insider hat mit Professor Otto gesprochen und erfahren, was Big Data mit Industrie 4.0 und Zwiebeln zu tun hat. Zum Interview.

EU verschreibt Gebäuden
Intelligenz.



Bis 2020 will Europa seinen Primärenergieverbrauch um mindestens 20 Prozent senken, so sieht es die EU-Energieeffizienz-Richtlinie vor. Wie kann Energiesparen in einem so großen Rahmen funktionieren? Und was hat Gebäudemanagement damit zu tun? Die Antwort finden Sie hier. Zum Artikel.

Daten in natürlicher Sprache
analysieren …



IBM möchte mit dem Cloud-Dienst Watson Analytics die Auswertung von Big Data radikal vereinfachen. Der Insider hat mit Oliver Oursin, Business Analytics Executive bei IBM, über Watson in der Cloud gesprochen und interessante Entdeckungen gemacht. Zum Interview.

Sensordaten haben eine sichere Bank: Informix.

Big Data und Umweltschutz, passt das zusammen? Und wie! Zum Beispiel, wenn die bis 2020 rund um die Welt installierten 800 Millionen Smart Meter dabei helfen, unnötigen Stromverbrauch aufzudecken. Bislang stieß die IT aber bei der Erfassung großer Mengen an Sensordaten an ihre Grenzen. Wie IBM das geändert hat, erfahren Sie hier. Zum Artikel.

Initiative Smarter Cities soll Städte vor Verkehrskollaps bewahren.

Prognosen zufolge könnten 2050 vier Milliarden Fahrzeuge über unseren Planeten rollen. Ist ein Verkehrskollaps unausweichlich? Keineswegs: Um Städte davor zu bewahren, engagieren sich IBM und Deutsche Telekom mit der Initiative Smarter Cities. Zum Artikel.

Fünf Fragen an Dietmar Dahmen.


90 % aller Informationen wurden in den letzten 2 Jahren geschaffen. Heute geht es darum, was man mit der Information macht! Anders gefragt: Erst haben wir Technologien erfunden, erfinden uns jetzt die Technologien? Dietmar Dahmen antwortet uns gerne. Zum Interview.

Nach oben

©iStock.com/monkeybusinessimages
©science photo/Shutterstock.com

Weitere Insights zum Thema


  • Handelsblatt: Industrie 4.0 ist Deutschlands Chance für die Zukunft.
    pfeil Mehr erfahren.

  • Deutschlandfunk: Ein interessanter Podcast zum Thema Industrie 4.0.
    pfeil Mehr erfahren.