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Insider Logo Ausgabe 03/2015
Autonomes Fahren: Zum Greifen nahe?

Autonomes Fahren: Zum Greifen nahe?
IBM arbeitet mit PSA und Bosch an Lösungen für vernetzte Fahrzeuge.


Clara Schmitt ist in Eile: Die Kinder müssen in die Schule, ein Geschäftstermin wartet. „Jetzt bloß keinen Stau“, denkt Frau Schmitt. Doch dann weicht die Sorge. Denn das Auto von Frau Schmitt ist vernetzt, kennt dank Echtzeitnavigation jederzeit die schnellste Route durch die Stadt und sagt ihr, bei welchem Tempo sie die grüne Welle optimal nutzen kann. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die in den kommenden Jahren Wirklichkeit werden. Wie IBM mit ihren neuen Partnern Bosch und PSA gemeinsam Lösungen für vernetzte Autos entwickelt, erfahren Sie hier.

Der unbestrittene Liebling der Deutschen ist das Auto. Kein Benzinpreis dieser Welt kann uns stoppen. Höchstens während einer besonders langwierigen Suche nach einem Parkplatz kühlt die innige Beziehung vielleicht kurzfristig ab. Was aber, wenn sich dieses Problem aus der Welt schaffen ließe?

Mehr noch: Wenn sich ein Auto nicht nur selbst einen Parkplatz suchen würde, sondern uns auch noch frühzeitig vor Staus warnen, Unfälle vermeiden, auf natürliche Sprache reagieren, sich selbst proaktiv warten und durch einen effizienten Fahrstil obendrein sogar den Benzinverbrauch senken könnte?

Digitale Transformation der Automobilindustrie
Intelligente Autos, die vor nicht allzu langer Zeit noch nach ferner Zukunftsmusik klangen, sind in der Realität angekommen. Anfang Mai lenkten sich in den USA und Schweden sogar erstmals Prototypen von neuartigen Hightechfahrzeugen autonom durch normalen innerstädtischen Verkehr.

„Ausgestattet mit intelligenter Software und immer mehr Sensorik, werden Fahrzeuge zu rollenden IT-Plattformen“, erklärt Stefan Schumacher, IBM Business Development Executive Connected Car: „Schon im Jahr 2020 sollen etwa 90 Prozent aller Neuwagen vernetzt vom Band rollen. Industrieexperten rechnen mit ungefähr 210 Millionen Fahrzeugen, die bis dahin entweder direkt aus dem Fahrzeug oder über das Smartphone des Fahrers mit dem Internet der Dinge verbunden sind. Die digitale Transformation der Automobilindustrie ermöglicht es, vollkommen neue Funktionen für Fahrzeuge und innovative Zusatzdienste für Kunden zu entwickeln. Schwerpunkte derzeit sind: personalisierte Infotainment-Angebote, autonomes Fahren und Serviceleistungen der nächsten Generation.“

„Unser Ziel ist es, durch agilere Prozesse Innovation und die Entstehung von Produkten zu beschleunigen“, so Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Für Clara Schmitt könnten dies beispielsweise bedeuten, dass sie in der Mittagspause einen Anruf aus der Autowerkstatt bekommt: „Guten Tag, Ihr Auto hat uns gerade gemeldet, dass die Zylinderkopfdichtung beschädigt ist. Wollen Sie nach der Arbeit vielleicht kurz bei uns vorbeischauen? Dann halten wir Ihnen einen Termin frei und Sie haben morgen keinen hässlichen Ölfleck in Ihrer Garage.“

IBM und Partner arbeiten an leistungsfähiger Infrastruktur
Bevor das enorme Potenzial der vernetzten Autos jedoch eines Tages ausgeschöpft werden kann, müssen zunächst die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Datenanalyse und Kommunikation vieler gleichzeitig vernetzter Fahrzeuge setzen leistungsfähige Infrastrukturen voraus. IBM arbeitet daran. Im Schulterschluss mit Automobilherstellern, Zulieferern und Telekommunikationsanbietern auf der ganzen Welt entwickelt IBM Konzepte und marktreife Lösungen zum vollständig vernetzten Fahrzeug. Neueste Kooperationspartner sind PSA Peugeot Citroën und der Automobilzulieferer Robert Bosch Automotive.

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